von Ilona Gotz I 25.10.2024
Sei ehrlich: Bist du oft gestresst? Hast du oft das Gefühl, nicht gut „genug“ zu sein, obwohl du dich mit allen Kräften ins Zeug legst? Schämst du dich für bestimmte Makel? Oder dafür, dass du im Leben noch nicht dort stehst, wo du hinwillst? Dann lass dir zweierlei gesagt sein. Erstens: Du bist nicht allein. Allen anderen geht es ganz genauso. Und zweitens: Du bist gut genug.
In diesem Blogeintrag werde ich versuchen, warum Authentizität und gesunder Egoismus den Weg in ein erfülltes Leben ebnen kann. Und wie du dich von Perfektionismus und falschen Maßstäben frei machst und dich auf deine ganz persönlichen Wünsche und Werte besinnst. Dabei erfährst du auch, warum du dich regelmäßig aus deiner Situation „herauszoomen“ musst. Warum Spielen mindestens genauso wichtig ist wie Arbeiten und warum du dein Selbstbild künftig lieber mit Schrägstrichen ausmalst.
Heute wird der Begriff des „Egoismus“ als etwas böses, als etwas dem „Gemeinwohl“ gegenteiliges dargestellt. Dabei bedeutet die exakte Definition des Wortes „Egoismus“ folgendes:“ Beschäftigung mit den eigenen Interessen“. Dieser Begriff enthält keine Werturteile. Er sagt uns weder, ob die Beschäftigung mit den eigenen Interessen gut oder böse ist, noch sagt er, woraus die tatsächlichen Interessen des Menschen bestehen. Solche Fragen zu beantworten ist die Aufgabe der Ethik.
Entscheidend fürs Lebensglück ist nämlich nicht, dass du perfekt bist. Wichtig ist, dass du dich selbst mit deinen Stärken und Schwächen liebst
Befreie dich davon perfekt sein zu müssen oder was andere über dich denken könnten. Kultiviere Authentizität. Es gibt immer wieder Dinge, die der Authentizität im Weg stehen: zum Beispiel fehlendes Selbstvertrauen oder der Druck, sich fremden Erwartungen anzupassen. Dann fühlen wir uns unauthentisch – so, als hätten wir nicht den Mut, unseren Werten und Idealen treu zu sein. Aber das stimmt so nicht. Authentizität ist keine Eigenschaft, die du besitzt oder nicht. Sie ist eine Entscheidung darüber, welche Art von Leben du führen willst.
Du kannst dich täglich neu entscheiden, zu deinen Gefühlen zu stehen, deine Verletzlichkeit zu umarmen und dich davon frei machen, was andere von dir denken. Dieser optionale Charakter ist wichtig, denn eine Entscheidung ist kein Zwang. Du darfst also auch mal weniger authentisch sein, wenn dir die Kräfte fehlen. Willst du sein, brauchst du vor allem zweierlei Dinge: Mut und Mitgefühl. Du brauchst Mut, um zu deinen Überzeugungen zu stehen und dich vor anderen verletzlich zu zeigen. Dazu gehört, dass du dich zu deinen Hoffnungen, Wünschen, Erwartungen und eigenen Bedürfnissen bekennst. Es ist okay, dass du diesen Job oder jene Wohnung haben willst. Du darfst eine perfekte Präsentation oder einen grandiosen Auftritt hinlegen wollen. Doch warum spielen wir unsere Erwartungen herunter und sind so bescheiden? Oft, um die Fallhöhe zu mindern, falls wir scheitern. Aber das Kleinreden macht den Schmerz nicht erträglicher. Im Gegenteil: Er wird sogar schlimmer dadurch, wenn du ihn nicht ehrlich teilst. Wenn du dagegen von vornherein ehrlich bist, bekommst du anschließend den Trost, den du benötigst. Und durch Mitgefühl erkennst du, dass du nicht allein bist. Mach dir bewusst, dass du nicht allein bist. Mach dir bewusst, dass alle Menschen um dich herum irgendwann ganz ähnlichen Schmerz oder Frust erleben. Sie wissen, wie es sich anfühlt, zu scheitern, verlassen zu werden oder einen geliebten Menschen zu verlieren. Das macht es einfacher, dich anderen gegenüber zu öffnen und ihre Hilfe anzunehmen.
Fazit: Zum Schluss stellen wir uns erneut die Frage, wie machst du dich frei von ungesundem Perfektionismus und fremden Maßstäben? Frei, um dich auf deine ganz eigenen Wünsche und Werte zu besinnen und ein authentisches und wahrhaftiges Leben zu führen. Wir haben gesehen, dass der Weg in dieses Leben mit Authentizität beginnt, damit dass du deine Stärken und Schwächen annimmst. Und dass du dich zu deinen Fähigkeiten und Interessen bekennst.
Dabei lernst du, dich von alledem freizumachen, was dich von deinem wahren Selbst entfernt: verkrampfter Perfektionismus, ungesunde Vergleiche und stures Leistungsdenken. Du bist gut, so wie du bist. Es sind gerade deine Ecken und Kanten, die dir Profil verleihen. Also lass dich von nichts und niemanden davon abbringen, dein Leben so zu leben, wie du es willst.
Dafür brauchst du Mut, Mitgefühl und Verbundenheit. Mut hilft dir, dich verletzlich zu zeigen, Risiken einzugehen und deiner Intuition zu vertrauen. Durch Mitgefühl erkennst du, dass die Menschen um dich herum mit den gleichen Problemen kämpfen und dich daher verstehen und unterstützen können. Das wiederum nähert das Gefühl, dass du nicht alleine bist. Du bist ein Teil einer größeren Gemeinschaft.
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